22. November 2019

Zur Reform des Solidaritätszuschlags

Anstieg des Grenzsteuersatzes für gehobene Einkommen

Durch die Reform des Solidaritätszuschlags kommt es im Einkommensbereich zwischen 60.000 und 100.000 Euro zu einem Anstieg des Grenzsteuersatzes.

 

Die Reform des Solidaritätszuschlags hat zur Folge, dass für gehobene Einkommen ein höherer Grenzsteuersatz gilt. Für Alleinstehende ohne Kinder (siehe Abbildung) steigt beispielsweise der Grenzsteuersatz im Einkommensbereich zwischen 61.280 Euro und 96.409 Euro auf 47,0 Prozent. Liegt das Einkommen darüber, fällt der Grenzsteuersatz hingegen auf 44,3 Prozent. Lediglich auf Alleinstehende mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen über 265.327 Euro entfällt ein geringfügig höherer „Reichengrenzsteuersatz“ von 47,5 Prozent.

 

Die Ursache hierfür findet sich in der sogenannten Milderungszone. Innerhalb dieser Milderungszone ist der Solidaritätszuschlag nicht in voller Höhe zu entrichten, sondern wird schrittweise an den vollen Satz (5,5 Prozent) herangeführt. Innerhalb der Milderungszone wächst der Solidaritätszuschlag also mit steigendem Einkommen. Ab einem Einkommen oberhalb der Milderungszone sinkt der Grenzsteuersatz auf 44,3 Prozent. Für diese Einkommen ist dann der bisherige Solidaritätszuschlag unverändert zu entrichten. Für sehr hohe Einkommen ab 265.327 Euro ist der Grenzsteuersatz am höchsten, da ab diesem Einkommen eine Einkommenssteuer in Höhe von 45 Prozent erhoben wird.