13. Januar 2020

Interview zur effektiven und gleichzeitig wirtschaftlich sinnvollen Regulierung zur Erreichung der Klimaziele

mit Prof. Dr. Marcus Hagedorn - Research Director des IPE

Kürzlich hat der Research Director des IPE, Prof. Dr. Marcus Hagedorn, mit der Neuen Distanz über das von der Bundesregierung beschlossene Klimapaket und die darin enthaltenen Maßnahmen gesprochen. Er erklärt im Gespräch unter anderem, wie eine CO2-Bepreisung funktioniert und weshalb ein Zertifikatehandel der ökonomisch richtige Ansatz zur Erreichung der Klimaziele ist. Gleichzeitig weist er aber auch auf Probleme hin, die sich durch die von der Bundesregierung beschlossene Form der CO2-Bepreisung ergeben, wie etwa die stark eingeschränkte Wirksamkeit des CO2-Preises aufgrund einer oberen Grenze. Professor Hagedorn schlägt daher vor, dass ein Zertifikatehandel dynamisch gedacht wird und dem Prinzip der „forward guidance“ folgt, um eine wirtschaftlich sinnvolle Senkung der Emissionen zu erreichen.

 

Das vollständige Interview finden Sie HIER.


22. November 2019

Zur Reform des Solidaritätszuschlags

Anstieg des Grenzsteuersatzes für gehobene Einkommen

Durch die Reform des Solidaritätszuschlags kommt es im Einkommensbereich zwischen 60.000 und 100.000 Euro zu einem Anstieg des Grenzsteuersatzes.

 

Die Reform des Solidaritätszuschlags hat zur Folge, dass für gehobene Einkommen ein höherer Grenzsteuersatz gilt. Für Alleinstehende ohne Kinder (siehe Abbildung) steigt beispielsweise der Grenzsteuersatz im Einkommensbereich zwischen 61.280 Euro und 96.409 Euro auf 47,0 Prozent. Liegt das Einkommen darüber, fällt der Grenzsteuersatz hingegen auf 44,3 Prozent. Lediglich auf Alleinstehende mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen über 265.327 Euro entfällt ein geringfügig höherer „Reichengrenzsteuersatz“ von 47,5 Prozent.

 

Die Ursache hierfür findet sich in der sogenannten Milderungszone. Innerhalb dieser Milderungszone ist der Solidaritätszuschlag nicht in voller Höhe zu entrichten, sondern wird schrittweise an den vollen Satz (5,5 Prozent) herangeführt. Innerhalb der Milderungszone wächst der Solidaritätszuschlag also mit steigendem Einkommen. Ab einem Einkommen oberhalb der Milderungszone sinkt der Grenzsteuersatz auf 44,3 Prozent. Für diese Einkommen ist dann der bisherige Solidaritätszuschlag unverändert zu entrichten. Für sehr hohe Einkommen ab 265.327 Euro ist der Grenzsteuersatz am höchsten, da ab diesem Einkommen eine Einkommenssteuer in Höhe von 45 Prozent erhoben wird.