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18. September 2018

Empirische Studie des IPE in Kooperation mit der Universität des Saarlandes: Karrierewege von Chirurginnen mit und ohne familienbedingte Erwerbsunterbrechungen

Deutschland gehen die Ärzte aus. Die Bundesagentur für Arbeit dokumentiert bereits heute einen Fachkräftemangel im Bereich der Humanmedizin. In kaum einem anderen Beruf blieben 2017 offene Stellen so lange unbesetzt wie bei Ärzten. Besonders stark ist davon die Chirurgie betroffen.

 

Diese Studie untersucht am Beispiel des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) die Unterschiede zwischen den Karrierewegen von Chirurginnen mit und ohne familienbedingter Erwerbsunterbrechung. Sie ist aus einer Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik an der Universität des Saarlandes (UdS) und dem IPE Institut für Politikevaluation entstanden. Ein zentrales empirisches Ergebnis ist, dass Erwerbsunterbrechungen und anschließende Arbeit in Teilzeit einen dauerhaften Karriereknick verursachen. Der Abschluss der Facharztausbildung bei Chirurginnen mit Erwerbsunterbrechungen verzögert sich im Durchschnitt um drei Jahre. Darüber hinaus verdienen Chirurginnen mit Erwerbsunterbrechungen zehn Jahre nach dem Berufseinstieg rund 10 Prozent weniger als ohne.

In der Studie werden familienfreundliche Maßnahmen vorgestellt, die helfen das vorhandene Arbeitskräftepotenzial besser auszuschöpfen. Je früher Kliniken die notwendigen Veränderungen auf den Weg bringen, desto besser sind ihre Chancen im Wettbewerb um gute Ärztinnen und Ärzte – trotz des Fachkräftemangels. 

31. Mai 2018

Gemeinsames Projekt von IPE und Roland Berger: Makroökonomische Folgenabschätzung von ökonomischen und sozialen Reformen in Thailand

Das thailändische Economic Reform Committee (ERC) hat Roland Berger zusammen mit IPE beauftragt, die makroökonomischen Folgen einer umfassenden ökonomischen und sozialen Reformagenda abzuschätzen. Der ERC wurde 2017 im Rahmen einer umfangreichen Reformbestrebung der thailändischen Regierung zusammen mit zehn anderen Fachbeiräten bestehend aus Experten aus dem öffentlichen und privaten Sektor gegründet. Die Aufgabe der Beiräte ist es, Reformpläne zu erarbeiten und bei dessen Implementierung zu unterstützen. Ziel der Initiativen ist es, Thailands wirtschaftliche und soziale Entwicklungen zu sichern und weiter voranzutreiben. Denn obwohl Thailand in den letzten drei Jahrzehnten ein rasantes Wachstum durchlaufen ist, müssen neue Herausforderungen – wie Digitalisierung und Automatisierung – vorausschauend gemeistert werden.

 

Das IPE entwickelte und implementierte für dieses Projekt ein quantitatives makroökonomisches Simulationsmodell, welches kurz- und langfristige Wachstumseffekte von Reformen berechnet. Darüber hinaus wurden Verteilungseffekte und sektorspezifische Effekte zusammen mit den Auswirkungen regional begrenzter Reformen prognostiziert, z.B. im Landwirtschaftssektor und in den Bereichen Bildung, Rentensystem und Infrastrukturinvestitionen.

15. Januar 2018

Automobile Wertschöpfung 2030/2050 - Analyse des sektoralen Strukturwandels in der Automobilindustrie im Auftrag des BMWi

Das IPE führt in einem Konsortium bestehend aus Roland Berger, der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen (fka) Aachen sowie dem Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen eine interdisziplinäre Analyse des sektoralen Strukturwandels in der Automobilindustrie durch. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) werden die tiefgreifenden Veränderungen der Autoindustrie, die durch Elektromobilität, Digitalisierung und neue Mobilitätskonzepte getrieben werden, analysiert.

 

Im Mittelpunkt des Projekts „Automobile Wertschöpfung 2030/2050“ stehen dabei die ökonomischen Folgen für die deutsche Automobilwirtschaft. Darüber hinaus werden wichtige Spillovers auf andere Sektoren, insbesondere der Stromwirtschaft betrachtet. Momentan steht der Energiesektor ebenfalls vor entscheidenden Veränderungen, weshalb vor allem die Zusammenhänge zwischen „Verkehrswende“ und Energiewende“ untersucht werden, z.B. in Form von Energiespeicherung oder Regelenergie. Ziel der Studie mit Laufzeit Januar 2018 bis Mitte 2019 ist es, wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen zur Sicherung des Technologie- und Industriestandorts Deutschland sowie zukunftsfähiger Arbeitsplätze zu entwickeln.

15. Dezember 2017

Gemeinsames Projekt von Roland Berger und IPE: Ökonomische Folgenabschätzung der Einführung eines Mehrwertsteuersystems in Bahrain.

In Kooperation mit einem lokalen Roland Berger Team hat das IPE eine ökonomische Folgenabschätzung der Einführung eines Mehrwertsteuersystems sowie ausgewählter Verbrauchsteuern im Königreich Bahrain durchgeführt. Hauptziel des Projekts im Auftrag des Finanzministeriums von Bahrain war es, die fiskalischen und sozioökomischen Auswirkungen der Steuerreform zu analysieren. Diese war Teil einer umfassenden Reformagenda der Mitgliedsstaaten des arabischen Golf-Kooperationsrat GCC (Gulf Cooperation Council), die 2017 eine Mehrwertsteuersystem-Richtlinie (Unified VAT Agreement) verabschiedeten. Darin verpflichtet sich jeder der sechs Mitgliedstaaten 2018 ein weitgehend einheitliches System der Umsatzbesteuerung einzuführen. Die Einführung einer allgemeinen Verbrauchsteuer ist eine tiefe Zäsur für die Golfstaaten, die bislang auf eine Steuererhebung weitgehend verzichteten.

 

Auf Basis von mikroökomischen Simulationstechniken entwickelte das IPE-Projektteam ein quantitatives ökonomisches Verhaltensmodell, welches das Umsatzsteuer- und Verbrauchsteueraufkommen in Bahrain über die kommenden Jahre prognostiziert. Darüber hinaus wurden Verteilungseffekte der Steuerreform nach Einkommen und Haushaltstyp berechnet.

 


06. Dezember 2017

Workshop zum Thema „Earnings and Bankruptcy Forecasting“ in Kooperation mit Prof. Dr. Dieter Hess, Lehrstuhl für ABWL und Unternehmensfinanzen an der Universität zu Köln und Senior Advisor am IPE.

Am Mittwoch, 6. Dezember, fand ein ganztägiger Forschungsworkshop zu neueren Entwicklungen in den Bereichen Earnings and Bankruptcy Forecasting am IPE statt. Dabei wurden neueste Forschungsarbeiten aus der wissenschaftlichen Finance-Literatur im Hinblick auf ihre Praxisrelevanz diskutiert. Ein Schwerpunkt lag auf der Prognose auf Basis zukunftsorientierter („forward-looking“) Variablen. Auf Basis von Testdatensätzen konnte demonstriert werden, dass die Verwendung der neuesten Forschungserkenntnisse – im Vergleich zu in der Praxis gängigen Methoden - ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Vergabe und dem Monitoring von Krediten ist.


20. Oktober 2017

Monitoring der Beschäftigungseffekte der aktuellen Förderung der Elektromobilität in Deutschland

Im September 2016 beaufragte die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) das IPE Institut für Politikevaluation damit, ein begleitendes Monitoring zur Evaluierung der Beschäftigungseffekte der aktuellen Förderung der Elektromobilität in Deutschland für das Jahr 2016 durchzuführen.

 

Die Hauptergebnisse des  Beschäftigungsmonitorings zeigen, dass 2016 dank der Förderung der Elektromobilität etwa 2.000 Arbeitsplätze im Automobilsektor entstanden sind. Zusätzlich konnten weitere rund 450 Arbeitsplätze durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur geschaffen werden. Diese Ergebnisse weichen nur unwesentlich vom ursprünglich prognostizierten Beschäftigungspfad ab. Das Ziel, 25.000 neue Arbeitsplätze im Automobilsektor und zusätzliche 5.000 Arbeitsplätze durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur bis 2020 zu schaffen, bleibt realisierbar.

 

Unsere Ergebnisse wurden am 18. Oktober 2017 im Rahmen der Sitzung der AG 6 (Rahmenbedingungen) der NPE unter der Leitung von Professor Achim Wambach vorgestellt und von der AG angenommen. Sie gehen in das Statusblatt der AG 6 der NPE ein.  


05. Juli 2017

Gemeinsames Projekt der Universität Zürich (UZH) und dem Institut für Politikevaluation (IPE) im Auftrag der Schweizer Genossenschaft der Urheber und Verleger (SUISA) abgeschlossen und implementiert: eine gerechte Entschädigung der Musikrechteinhaber auf Basis statistischer Methoden.

Das IPE hat ein mehrjähriges Pilotprojekt für die SUISA (in Kooperation mit der UZH) erfolgreich abgeschlossen. Vorrangiges Ziel des Projekts war eine leistungsgerechte Verteilung von Geldern aus Tonträgermusik.

 

Das Projektteam der beiden Institutionen konnten ein statistisches Verfahren entwickeln und implementieren, das eine repräsentative Erhebung (Stichprobe) der in Schweizer Clubs abgespielten Songs gewährleistet. Eine der kontinuierlichen Herausforderungen war dabei, die Schweizer Sprachregionen und die verschiedenen Musikstile repräsentativ für die Grundgesamtheit der über 500 Schweizer Clubs abzubilden. Unser wissenschaftlich fundiertes „Musik-Monitoring“ basiert auf Aufzeichnungen sogenannter „Hitboxen“ (Gadgets für Musikerkennung, ähnlich wie Shazam), die vom französischen Anbieter Yacast nach unseren Vorgaben in den Clubs implementiert und ausgewertet werden. Um Repräsentativität sicherzustellen, wurden mit modernen statistischen Methoden bestmögliche Standorte für diese Hitboxen bestimmt und regelmäßig überprüft.

 

Dieses Projekt ist ein Musterbeispiel dafür, wie angewandte Statistik Gerechtigkeit schafft und gleichzeitig dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit genügt“, resümierte der Projektleiter Professor Michael Wolf, Statistiker an der Universität Zürich und Senior Advisor am IPE.

 

Das Schweizer Institut für Geistiges Eigentum (IGE), dem die Aufsicht der SUISA obliegt, hat unser Verfahren und die zu Grunde liegende statistische Methodik bereits genehmigt. Die ersten Entschädigungszahlungen für in Schweizer Clubs gespielte Songs wurden auf Basis unserer Arbeit Mitte 2017 an die Musikrechteinhaber verteilt.

 

Wir freuen uns, einen grundlegenden Beitrag zu einer gerechten Entschädigung der urheberrechtlichen Ansprüche aus Musikwerken geleistet zu haben!

 


01. Februar 2017

IPE-Projekt für die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) zur Konzeption und Spezifikation mehrjähriger Risikomodelle nach über einem Jahr abgeschlossen.

Der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 9 löst den bisherigen Standard IAS 39 mit Beginn des Jahres 2018 ab. Dies bedeutet für alle Finanzinstitute eine große Umstellung hinsichtlich der Bildung ihrer Risikovorsorge. Bislang wurde zur Bildung der Risikovorsorge ein sog. "incurred loss model" verwendet, d.h. Verluste werden erst bei Eintritt bilanziert. Der neue Rechnungslegungsstandrad erfordert eine Risikovorsorge basierend auf einem sog. "expected credit loss model", d.h. es wird der zukünftig erwartete Verlust bilanziert.

 

Das "expected credit loss model" hat dabei einen völlig neuen mehrjährigen Fokus. Der neue Ansatz unterscheidet sich demnach deutlich von der bisherigen einjährigen Sicht der regulatorischen Seite.

 

Für die Finanzinstitute bedeutet dies die Ermittlung mehrjähriger Modelle für die Risikoparameter PD (probability of default; Ausfallwahrscheinlichkeit), LGD (loss given default; Verlustquote bei Ausfall) und EAD (exposure at default; Forderungshöhe bei Ausfall).

 

Das IPE-Projektteam konzipierte und spezifizierte u.a. ein mehrjähriges Modell für den LGD und den EAD für den Bereich der Immobilienkredite der W&W. Auch bei der grundlegenden Konzeption des mehrjährigen Modells für die PD konnte das IPE seine Expertise einbringen.

 


7.- 8. November 2016

Vernetzungskonferenz Elektromobilität des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi):                                                   Podiumsdiskussion mit Professor Ashok Kaul

Auch dieses Jahr veranstaltete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) wieder eine Vernetzungskonferenz Elektromobilität, und zwar am 7. und 8. November 2016 im Hotel Scandic in Berlin. Der Parlamentarische Staatssekretär beim BMWi, Uwe Beckmeyer, eröffnete die Konferenz, die Akteuren der Elektromobilität aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eine Plattform für den fachlichen Austausch und die Bildung von Netzwerken gab.

 

Auf der zweitägigen Konferenz berieten rund 400 Expertinnen und Experten in mehreren Fachforen über die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in sieben Handlungsfeldern: "Elektromobilität als Baustein der Energiewende", "Batterie- und Zellfertigung am Wirtschaftsstandort Deutschland: Energiespeicher 'Made in Germany'", "Neue Fahrzeugkonzepte: Elektromobilität der nächsten Generation", "Der Antriebsstrang: Das neue Herzstück des Autos", "Nutzfahrzeuge als Katalysator der Elektromobilität", "Die Zukunft des Ladens: sicher, zugänglich, schnell" und "Digitalisierung in der Fertigung von Elektrofahrzeugen".

 

Auf Einladung des BMWi beteiligte sich der wissenschaftliche Leiter des IPE, Professor Dr. Ashok Kaul, bei der zentralen Podiumsdiskussion "Neue Mobilität - Herausforderungen für Industrie und Politik". Darüber hinaus waren beim Podiumsgespräch unter der Moderation von Journalistin Conny Czymoch: Professor Dr. Achim Kampker (Gründer Lehrstuhl PEM der RWTH Aachen, Geschäftsführer Streetscooter GmbH und Bereichsleiter für E-Mobilität bei der Deutschen Post DHL); Professor Dr. Barbara Lenz (DLR, Institut für Verkehrsforschung) und Alexander Mankowsky (Zukunftsforscher, Daimler AG).

> Eindrücke von der Vernetzungskonferenz Elektromobilität

> Pressemitteilung des BMWi

 


19. September 2016

Wie Emissionsregulierung Arbeitsplätze gefährden kann

Auswirkungen der CO2-Emissionsregulierung für Neu-Pkw in der EU

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2050 schrittweise zu verringern. Dabei ist der Ausstoß von CO2 das mit Abstand wichtigste durch Menschen verursachte Treibhausgas. Der Straßenverkehr alleine ist für 20 bis 25 Prozent der CO2–Emissionen in Europa verantwortlich, wovon etwa die Hälfte auf PKW entfällt. Die EU hat daher in den letzten knapp 10 Jahren verpflichtende und sich schrittweise verschärfende Emissionsreduzierungsziele für PKW-Neuzulassungen gesetzt. Das Durchschnittsziel für PKW-Neuzulassungen im Jahr 2015 betrug beispielsweise 130 Gramm CO2 pro Kilometer (g/km) und wurde bereits im Laufe des Jahres 2014 erreicht – ausgehend von einem Durchschnittsaustoß von 159 g/km im Jahr 2007. Das CO2–Ziel für 2021 liegt nun bei 95 g/km. Die Festlegung des CO2–Zielpfades für 2025 und 2030 steht noch aus und wird aktuell kontrovers diskutiert.

 

Diese Kurzstudie quantifiziert die wirtschaftlichen Auswirkungen alternativer CO2–Regulierungspfade auf den europäischen Automobilsektor bis 2030. Basis unserer Analyse ist ein gängiges volkswirtschaftliches Produktionsmodell, das die Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit abbildet. Ziel der Studie ist es, die EU-weiten Arbeitsplatzverluste im europäischen Automobilsektor von 2021 bis 2030 aufgrund der CO2–Regulierung für PKW–Neuzulassungen abzuschätzen.


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KURZSTUDIE: Wie Emissionsregulierung Arbeitsplätze gefährden kann
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Pressemitteilung IPE zu den Auswirkungen der CO2-Emissionsregulierung für Neu-Pkw in der EU
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15. Juni 2016

Arbeitsplatzeffekte einer umfassenden Förderung der Elektromobilität in Deutschland

Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) hat das IPE Institut für Politikevaluation im Sommer 2015 beauftragt, Arbeitsplatzeffekte einer umfassenden Förderung der Elektromobilität in Deutschland zu berechnen. Die Ergebnisse liegen nun vor.

 

Durch eine umfassende Förderung der Elektromobilität kann Deutschland eine dominante Leitanbieterposition für Elektromobilität erreichen und bis 2020 über 30.000 neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen (davon ca. 25.000 im Automobilsektor und ca. 6.500 Arbeitsplätze aus Infrastrukturaufbau und aus fiskalischen Effekten).

 

Eine umfassende Förderstrategie der Elektromobilität kombiniert folgende Maßnahmen:

1. Weiterführung der existierenden weitreichenden Förderung von F&E,

2. Förderung des Aufbaus der nötigen Ladeinfrastruktur,

3. Direkte Förderung von Elektrofahrzeugkäufen.

 

Eine Umsetzung dieser Strategie wird eine neue Dynamik bei den Neuzulassungen und ein Exportboom deutscher Elektrofahrzeuge erreicht. Für die Elektromobilität bestehen in Deutschland – auch aufgrund der Stärke im konventionellen Fahrzeugbereich und staatlicher Forschungs- und Entwicklungs-Förderung – immer noch sehr gute Perspektiven. Eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen sind bis 2020 erreichbar.

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Pressemitteilung IPE
Pressemitteilung zu Arbeitsplatzeffekten
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Arbeitsplatzeffekte einer umfassenden Förderung der Elektromobilität in Deutschland
Arbeitsplatzeffekte - Executive Summary.
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17. März 2016

Inzidenz der Abwrackprämie: Analyse des deutschen Konjunkturprogramms von 2009

Als Reaktion auf die Finanzkrise im Jahr 2007 haben Regierungen weltweit staatliche Umwelt- bzw. Abwrackprämien für Automobile als Konjunkturprogramme eingeführt, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Dieser Zeitschriftenbeitrag des wissenschaftlichen Leiters des IPE, Prof. Dr. Ashok Kaul (mit seinen Koautoren Dr. Gregor Pfeifer und Dr. Stefan Witte) untersucht die Inzidenz der deutschen Abwrackprämie von 2009. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Premiumfahrzeugsegment.

Die Forschungsfrage des Beitrages lautet: Wieviel von der Subvention in Höhe von 2.500 Euro kam tatsächlich beim Käufer an und wie viel konnte sich die Verkäuferseite durch höhere Verkaufspreise aneignen?

 

Die empirische Analyse zeigt, dass die Inzidenz der Subvention sich signifikant nach Fahrzeugpreissegment unterschied. Subventionierte Käufer in den günstigeren Preissegmenten bezahlten kaum mehr als Käufer, die keine Abwrackprämie bekamen, was einer Inzidenzrate von knapp unter 100% entspricht, d.h. fast die ganze Prämie kam bei den Käufern an. In den teureren Preissegmenten wurden den subventionierten Käufern zusätzlich zur staatlichen Prämie Extrarabatte auf den Verkaufspreis gewährt, was einer Inzidenzrate von über 100 % entspricht, d.h. die Käufer profitierten sogar noch über die Prämie hinaus. Zusammenfassend überwog der positive Effekt bei den höherpreisigen Fahrzeugen den negativen Effekt in den günstigeren Preissegmenten. Die aggregierte Gesamtinzidenz betrug etwa +350 Mio. Euro.

 

Der Artikel ist hier erhältlich: http://link.springer.com/article/10.1007/s10797-016-9396-1


05. Januar 2016

Neues Buch von Ashok Kaul, Wissenschaftlicher Leiter des IPE : „Quellensteuern auf Lizenzgebühren und Schachteldividenden“ (Autoren: Ismer, Haselmann, Kaul, Ruf). Das Buch basiert auf einem Forschungsgutachten im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen.

Grundlegende Untersuchung

Das Buch untersucht die Besteuerung von grenzüberschreitenden Dividenden und Lizenzen im Nichtansässigkeitsstaat juristisch und empirisch. Auf dieser Basis haben die Autoren Handlungsvorschläge erarbeitet, wie die deutsche Steuerpolitik auf die Herausforderungen des internationalen Steuerrechts und der zunehmenden Steuerplanung multinationaler Unternehmen reagieren kann.

 

Empfehlungen für die Behandlung von Schachteldividenden und Lizenzgebühren

Die Empfehlungen für die Behandlung von Schachteldividenden und Lizenzgebühren unterscheiden ich dabei fundamental: Einerseits erscheint es ratsam, im Rahmen von Doppelbesteuerungsabkommen eine Quellensteuerfreiheit für Schachteldividenden vorzusehen. Andererseits sollten Maßnahmen erwogen werden, die eine Einmalbesteuerung von Lizenzgebühren in akzeptabler Höhe erreichen. Hierzu erscheint gegenüber einer Quellensteuer auf Lizenzgebühren das Instrument einer Lizenzschranke vorzugswürdig.

Diese dürfte sich verfassungs- und unionsrechtskonform implementieren lassen. Sie hätte den Vorzug, dass sie realistisch, unilateral implementierbar und flexibel wäre.


01. Dezember 2015

 

IPE Study: Three years of plain packaging for tobacco products in Australia - Have the expectations been met?

 

(Saarland, Germany) The IPE Institute for Policy Evaluation Saarland has conducted a study on the occasion of the third anniversary of plain packaging. In December 2012, the Australian Government implemented plain packaging for tobacco products in order to curb smoking. But three years later, governmental data and related research show that neither the rate of smoking, nor tobacco consumption have declined as a result of plain packaging.

 

The study was commissioned by Philip Morris International.

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Press statement by IPE
Media Release - IPE Study 3rd Annivesary
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Full Study
IPE Study 3rd Anniversary PlainPackaging
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