Studie
Wirtschaftliche Folgen von Neonicotinoid-Beschränkungen für die EU-Landwirtschaft
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Ausgangslage
Die EU hat den Einsatz von Neonicotinoiden schrittweise beschränkt (2013 bzw. 2018), um Bestäuber und Ökosysteme zu schützen. Offen blieb, welche wirtschaftlichen Folgen diese Beschränkungen für die europäische Landwirtschaft tatsächlich hatten – und ob sich der ökologische Nutzen global überhaupt einstellt.
Our Approach
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1
Aufbau eines Difference-in-Differences-Modells mit dem Weltmarkt (ohne EU) als kontrafaktischem Vergleichspfad.
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2
Monetarisierung der Produktionslücken bei Raps und Kartoffeln zu Weltmarktpreisen.
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3
Absicherung über Wintergerste als weitgehend unbeeinflusste Kontrollkultur.
Ergebnis
Die Analyse zeigt einen klaren, regulatorisch bedingten Bruch: Während die globale Rapsproduktion (ohne EU) zwischen 2014 und 2023 um rund 33 % zulegte, ging die der EU zurück. Bis 2023 fehlten der EU gegenüber dem globalen Wachstumspfad rund 10 Mio. t Raps und 6,2 Mio. t Kartoffeln – ein direkter wirtschaftlicher Verlust von über 5,9 Mrd. Euro allein für 2023. Wintergerste, kaum von der Regulierung betroffen, folgte weiter dem Welttrend (+39,7 %) und bestätigt so den regulatorischen Effekt. Zugleich verlagerte sich die Produktion in Regionen mit niedrigeren Standards, sodass der ökologische Nutzen ausblieb.